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Lebenszeichen


 

Advent –

das bedeutet nicht nur passives Erwarten des Lichts, des Heils,

sondern sich innerlich bereit zu machen, dem was kommen will, Raum zu geben.

Dem Jesuskind die Krippe im eigenen Herzen bereiten,

so heißt das in den Worten alter, tiefer Frömmigkeit.

Und die Krippe wird bereitet indem ich in mich gehe und meinen Sinn ändere,

dass ich einsehe, dass ich mit all den verzweifelten Bemühungen meines Ichs, so gut sie auch gemeint sein mögen, letztlich nichts erreiche.

Wenn ich diese Ausweglosigkeit tief innerlich empfinde,
habe ich die Voraussetzung dafür geschaffen, dass mir das, was ich durch all meine Anstrengung nicht erreichen konnte; geschenkt wird.

Die Krippe bereite ich, in dem ich alle Hoffnung auf mein Ich aufgebe, Demut übe, still werde, horchend, schweigend, mich ganz und gar dem göttlichen Willen anvertraue, das Verstricktsein in Zeit und Raum aufgehoben erlebe:

Denn im Hier und Jetzt erfahre ich die Ewigkeit – wie das Aufwachen aus einem Alptraum hinein in Sinn und Geborgenheit.

Dagmar Müller: Mein Buch fürs ganze Jahr




6.12.07 12:52
 

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