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Lebenszeichen

Das Sterben in der Natur hat sich vollzogen. Das Dunkle, die Totenstille draußen, weckt die Sehnsucht nach Licht und Leben. Und wir finden beides in dem Maße, in dem wir unsere Aufmerksamkeit abwenden von dem, was uns und die Welt um uns herum gefangen hält in Schmerz und Ungerechtigkeit, in dem wir auf die suche gehen nach dem, was die Welt im Innersten – liebend! – zusammenhält. Dann kann uns etwas aufgehen von einer Kraft, die unsere Welt – die große und die ganz persönliche – zu unserem besten ordnet-, wenn wir es nur zulassen.

Es hängt von meiner Entscheidung ab, ob ich das hinabsteigen der Seele zu beginn der dunklen Jahreszeit als „stiefmütterliche“ Behandlung erlebe oder als Einkehr in den Schoß der „Göttin“, um mich mütterlich zu nähren, beraten, stärken und heilen zu lassen und erneuert wiederzukehren. Was auf dem Weg hinab stirbt ist mein Ich-Panzer, der mich für diese Segnungen unzugänglich sein ließ.

Aus: Dagmar Müller, Mein Buch fürs ganze Jahr

Für den/die, der/die mag, noch eine Übung... (auch aus dem Buch)

Es ist still geworden in der Natur. Kein Vogelgesang mehr, nur noch verhaltenes Zwitschern. Auch Nebel und Schnee dämpfen die Geräusche.

Lassen Sie es still werden in sich und um sich. Entspannen Sie sich. Malen Sie sich dann folgende Bilder weiter aus:
Sie gehen in einen tiefen Wald hinein, weiter und immer weiter. Tief im Dunkel des Waldes taucht ein kleines Haus auf, aus dem Ihnen eine freundliche alte Frau (es kann auch ein Mann sein oder ein reines Phantasiewesen, wenn ihnen das lieber ist) entgegen kommt. Bitten sie sie um eine Geschenk. Öffnen sie sich für das, was sie Ihnen gibt, was es auch sei. Danken Sie dafür und kehren Sie von Ihrer Phantasiereise zurück. Nehmen Sie das Geschenk mit in ihren Alltag.

 

Herzliche Grüße euch allen, Schneeflocke

27.11.07 18:59
 

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