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Lebenszeichen

ErnteDank

Laub1 Laub1

Ich merke, dass es mir gut tut, mir die Feste des Kirchenjahres "zurück" zu holen, sie für mich mit Sinn zu füllen. ERNTEDANK ist zusammen mit dem 1. Oktober, an dem ich feire, dass ich wieder einen Sommer geschafft habe, ganz wichtig geworden.
Diesmal hab ich es mir für die "Besinnliche Stunde" echt schön gemacht: ganz viel Herbst in Schalen und Väschen, buntes Laub und alles, was die Bäume sonst noch jetzt abwerfen: Bucheckern, Kastanien, Nüsse, Eicheln, Kletten, Propeller, Beeren in allen Rot- und Orangetönen. Und unzählige Teelichter in Herbstfarben... schöööön Laub1

In einem Buch finde ich folgende Zeilen:


"Wir bringen dir unsere Gaben: unser Versprechen und unsere Bereitschaft, des Nächsten wegen unsere persönlichen Wünsche einzuschränken; unseren Willen, mehr Zeit für die Arbeit in der Gemeinde und für die Gemeinschaft aufzubringen; unsere Hoffnung, anderen zuhören zu können und trotz Enttäuschungen immer wieder neue Wege zu suchen..."


Ich fühle Erleichterung - solche Gaben habe ich auch zu bringen - wenn auch nicht im Hinblick auf Gemeinde. Aber in hinblick auf meine Nächsten, auf meine Familie, Freunde und Bekannten, Nachbarschaft, Forum.

Aber ist das gemeint?
Heißt ErnteDank nicht für das zu danken, was wir bekommen haben?

Laub1 Ursprünglich wurde ErnteDank doch ganz konkret für die Ernte gedankt - die das Leben für die nächste Zeit, für den Winter sicherte. Diese Ernte bringen wir nicht ein, das bringt unsere Lebensweise mit sich. Und doch sichern die Früchte der Ernte anderer unseren Lebensunterhalt. Auch meinen als Erwerbsunfähige.
Wieso ist es so schwer, dafür Dankbarkeit zu empfinden?
Ich habe allen Grund dankbar zu sein...
Dankbar, dass ich etwas abbekomme von der Ernte, die andere einbringen.
Dankbar auch, dass irgendwann einmal Menschen sich dafür eingesetzt und gekämpft haben, dass Menschen, die nicht allein für ihren Lebensunterhalt sorgen können, versorgt werden. Es war ein langer Weg dahin. -

Ich zehre von dem, was andere lange zuvor taten. Ich bin eingebunden in eine lange Geschichte. Diese Geschichte ist noch lange nicht zuende.

Möge ich das meine dazu tun, das sie weiter geht.
Ich bringe meine Bereitschaft - möge das Leben sie segnen.

Laub1
2.10.06 18:05
 

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