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Lebenszeichen

Die Schneeflocke – ein Wunderwerk

Immer von der Frage nach dem Dasein Gottes verfolgt, sprang ich aus dem Bett und ging in die Kurgalerie, um eine der Schneeflocken einzufangen. Auf einer kleinen Untertasse sammelte ich ein paar frische Flocken. Und da, angesichts der Vollkommenheit jeder einzelnen, angesichts dieser Harmonie und dieser Verschiedenheit, hatte ich den Gedanken an einen Künstler. Diese Welt war nicht die Frucht des Chaos. Hinter jeder dieser Schneeflocken ahnte ich eine Vernunft, einen unermesslich großen Künstler. Mit der so vollkommenen wie zerbrechlichen Schönheit dieses Kristalls kam mir die Gewissheit einer über die Maßen schöpferischen Schönheit und Vernunft. Wenn der Schnee so beschaffen ist, wie sollte es dann Gott nicht geben? Einen Gott, der groß genug ist, um eine vergängliche Schneeflocke mit seiner Gegenwart zu erfüllen? So sah die erste Berührung, der erste Gedanke an das Dasein Gottes aus.

Jaques Loew

8.1.08 18:07
 

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