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Lebenszeichen

 

 

Ein Beitrag im Zusammenhang mit AAS (Anonyme Arbeitssüchtige)

Für dieses Jahr hab ich mir als Schwerpunkt mein Arbeitsleben vorgenommen. Und ich habe beim Lesen einiger Beiträge hier das Gefühl gehabt, das trifft ja alles auf mich zu! Dabei wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, mich den AAS als zugehörig zu betrachten. Meine Familie beispielsweise würde in schallendes Gelächter ausbrechen... Eines ihrer Lieblingsschimpfadjektive für mich lautete: stinkenfaul.

Dann hab ich auf der Webseite von AAS ( http://www.arbeitssucht.de/index.html ) ein wenig gelesen. Die Präambel, die Fragen, ob man betroffen sei - und wieder fühle ich mich zugehörig. Vielleicht habe ich hier ein größeres Problem, als mir bewusst war...

Ich denke dass meine Erwerbsunfähigkeit ganz viel auch mit total verinnerlichter Verweigerung zu tun hat. So verinnerlicht, dass ich es bewusst gar nicht aufheben kann. Ich habe mich denen verweigert, die mich immer nur runtergemacht haben.

Aber ich habe auch immer wieder erlebt, wie sehr ich mich danach sehne, etwas sinnvolles zu tun. Wie sehr ich mich nach sinnvoller arbeit sehne. Dass ich total engagiert bin, wenn ich mich zugehörig fühle. Dass ich ein ausgesprochen aktiver Mensch bin. Zum Beispiel in der Zahnarztgeschichte: als ich erfuhr, die machen sinnvolle Arbeit hier, war mein einziger Wunsch, mitmachen zu wollen, auch ohne Bezahlung.

Andererseits fällt es mir schwer, in das, was ich jetzt als meine Arbeit betrachte - und da gehört zum Teil auch dieses Forum zu - eine Struktur zu bringen. Ich bring es eben auch fertig, stundenlang zu surfen, während hier eigentlich wichtige Sachen liegen. Das sind Sachen, die ich ändern möchte.

 

Februar 2007 

10.5.07 14:11
 

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