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Lebenszeichen

Advent vielleicht


Das wäre schön

auf etwas hoffen können

was das leben lichter macht und leichter das herz

das gebrochene ängstliche

und dann den mut haben

die türen weit aufzumachen

und die ohren und die augen und auch den mund

nicht länger verschließen.

Das wäre schön

wenn am horizont schiffe auftauchten

eins nach dem anderen

beladen mit hoffnungsbrot bis an den rand

das mehr wird immer mehr

durch teilen

das wäre schön

wenn GOTT nicht aufhörte zu träumen in uns

vom vollen leben einer zukunft für alle

und wenn dann der himmel aufreißen würde

ganz plötzlich

neue wege sich auftun hinter dem horizont

das wäre schön

 

carola moosbach


1.12.07 00:07



 

 

 

 


 

Das erste Licht

 

Wenn´s draußen stürmt und trübe ist,
zieht drinnen ein, ein kleines Licht.
Es leuchtet bis ins Herz hinein,
bringt Wärme uns mit seinem Schein.

Es kündigt an die Weihnachtszeit,
es sagt uns "haltet euch bereit,
der Herr hat seinen Sohn gesandt,
dass Freude sei im ganzen Land."

Drum schaut voll Dank in dieses Licht,
auch wenn es draußen finster ist.
Öffnet ihm eure Herzen weit,
mit ihm beginnt die Freudenzeit.

Nun strahlt auch schon das zweite Licht,
wirft seinen Glanz auf dein Gesicht,
schon bald ist es dann wie im Traum,
es leuchtet hell der Lichterbaum.

von Christina Telker

 


 

 

 


2.12.07 14:27


So, jetzt will ich aber doch noch ein paar Kalenderlinks einstellen, auch wenn ich da mein größter Fan bin... (wer sie alle nacheinander angezeigt haben will, muss nur links auf die Rubrik "Adventskalender" klicken

Der hier könnte mein lieblingskalender werden dieses Jahr, oder wenigstens einer davon


Der hier für die Ulli Stein-Fans

 

Der Seelenfarbenkalender ist ein Kalender für das ganze jahr, aber im Advent doch besonders...

Und jeden Tag entspinnt sich ein Gespräch unter dem kalender...

 


Hier ein wirklich anspruchsvoller

 


Hier einer mit Geschichten:

 



Und vom kleinen lesezimmer gibt es noch einen

 

Hier sind auch schöne Gedichte

Und hier gibt es gleich mehrere, alle sehr schön...

 


Noch ein paar Schöne...

Und Hier

Und Hier...

 

Und wem das alles nicht genug ist, für den gibt es noch ein paar Linklisten...

Und noch eine

Und noch eine ...

 

Viel Spaß beim Türchen öffnen

2.12.07 20:29


Barbarasegen

Ein Zweig steht in der Vase vor mir
kahl und knorrig
leblos
Auf Hoffnung hin habe ich ihn in mein Zimmer
geholt
Warte
warte auf Zeichen von Leben
Lange Zeit nichts
immer noch nichts
Nichts

Dann plötzlich
eines Tages
unverhofft
eigentlich schon aufgegeben
weiß nicht wie und wann
werden die Knospen schwer
brechen auf
schieben lichtgrüne Blättchen heraus
So also doch
war Leben
immer schon da


Möge auch unser Warten gesegnet sein
unser Warten
auf Leben
verborgen
in den kahlen Ästen des Alltags
aufknospendes
aufbrechendes Leben
in den stummen Stunden
unserer Tage
Möge unser Warten gesegnet sein


Brigitte Enzner Probst



 

3.12.07 22:42


Wenigstens eben ein Nikolaus bild einstellen... (auch wenns ein weihnachtsmann ist...) schön kitschig, aber selbst gebastelt...  

 

6.12.07 12:41



 

Advent –

das bedeutet nicht nur passives Erwarten des Lichts, des Heils,

sondern sich innerlich bereit zu machen, dem was kommen will, Raum zu geben.

Dem Jesuskind die Krippe im eigenen Herzen bereiten,

so heißt das in den Worten alter, tiefer Frömmigkeit.

Und die Krippe wird bereitet indem ich in mich gehe und meinen Sinn ändere,

dass ich einsehe, dass ich mit all den verzweifelten Bemühungen meines Ichs, so gut sie auch gemeint sein mögen, letztlich nichts erreiche.

Wenn ich diese Ausweglosigkeit tief innerlich empfinde,
habe ich die Voraussetzung dafür geschaffen, dass mir das, was ich durch all meine Anstrengung nicht erreichen konnte; geschenkt wird.

Die Krippe bereite ich, in dem ich alle Hoffnung auf mein Ich aufgebe, Demut übe, still werde, horchend, schweigend, mich ganz und gar dem göttlichen Willen anvertraue, das Verstricktsein in Zeit und Raum aufgehoben erlebe:

Denn im Hier und Jetzt erfahre ich die Ewigkeit – wie das Aufwachen aus einem Alptraum hinein in Sinn und Geborgenheit.

Dagmar Müller: Mein Buch fürs ganze Jahr




6.12.07 12:52


Gottes Auftrag – und die Wirklichkeit

Dein Auftrag heißt –

Der Welt eine Seele geben;

Die Menschen lieben;

Den Frieden fördern;

Den Unfrieden fernhalten;

Gott lobpreisen.


Sympathisch sind uns jene,

die uns so nehmen, wie wir sind.

Willkommen sind uns jene,

die uns mögen.

Einer Meinung sind wir mit denen,

die uns anerkennen. –

Lauter heimliche Egoismen;

Lobhudeleien zu unseren Gunsten.


Adalbert Ludwig Balling

6.12.07 14:53


Habsch heut gebastelt - hat gut getan...

 


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6.12.07 18:46


Heut wenigstens ein schönes Gedicht, eins der bekannten, aber eben auch wunderschön... - hätt gern selber ein bild dazu gebastelt, aber das schaff ich dieses jahr nicht...

 

 

 

Advent


Es treibt der Wind im Winterwalde

Die Flockenherde wie ein Hirt,

Und manche Tanne ahnt, wie balde

Sie fromm und lichterheilig wird,

Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen

Streckt sie die Zweige hin - bereit,

Und wehrt dem Wind und wächst entgegen

Der einen Nacht der Herrlichkeit.


Rainer Maria Rilke

 

 


8.12.07 16:43



Was die Nacht hell macht

Einen jungen Mann hörte ich: „Ich suche nach Erleuchtung. Aber die Welt ist so brutal. Ich habe so viel Angst, dass ich nur überleben kann, wenn ich die Augen zumache. Woher soll da die Erleuchtung kommen? Lichter fallen mir ein, wenn ich das Wort ‚Weihnachten’ höre. Aber die Angst bleibt.“


Er sagt mit anderen Worten: Lichter fallen mir ein. Millionen Glühbirnen, die in Girlanden über die Straße hängen und Energie verzehren. Millionen Kerzen, die in Häusern angezündet werden. Millionen Sterne aus Goldpapier, die glitzern, wenn das Licht der Glühbirnen auf sie trifft, Flitter- und Glitzerzeug. Nichts als Lichter fallen mir ein. Vor allem fällt mir ein, dass es trotzdem in mir selber finster ist. Und in den anderen Leuten auch. Licht! Das wäre etwas. Aber wer bringt mir schon Licht?


Wir könnten versuchen (‚anhand dieses Adventskalender’ steht da eigentlich noch, denn auf diesem steht das Zitat – aber ich denke, es macht auch so Sinn), es anzunehmen, dass es in uns selbst dunkel ist auch bei allen Lichtkaskaden von außen. Und nicht dorthin ausweichen, wo die Beleuchtung ist, sondern die Augen an die Dunkelheit gewöhnen und das Wort der Bibel hören: „Der Mensch, der im Finstern geht, sieht ein Licht.“ Und dann mitten in der lichtlosen Wirklichkeit unseres eigenen Herzens ein kleines Licht wahrnehmen, von einem Tag zum anderen deutlicher. Wie einen Stern, der fernab unserer Welt seine Kreise zieht. Und dann dem nachgehen, was, kaum sichtbar, vor uns herleuchtet, wie es die Weisen aus dem Morgenland taten, bis ihnen Christus, das Licht, aufging.

(Jörg Zink auf dem Eschbacher Adventskalender)

 

 

Ich wünsch euch allen einen gesegneten zweiten Advent!
8.12.07 20:42


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