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Lebenszeichen

Gespräche wie Boxkämpfe 

 

Nach einem Telefonat mit einer Freundin denke ich auf einmal: Gespräche wie Boxkämpfe. Versuche, etwas zu sagen, werden *buff* niedergestreckt. Und dann hagelt es Sätze wie Schläge. Einzige Chance sind die Atempausen des anderen - aber die Chance ist gering... Ich bin erst dran, wenn er/sie endlich außer Puste ist. (Im besten Fall - im schlechteren ist das Gespräch dann beendet...)
Wenn jemand dann endlich nach einer halben Stunde fragt: Und du? Wie sieht es bei dir aus? bin ich restlos platt und da ist nichts mehr, was ich erzählen möchte.
Irgendwie stelle ich mir Gespräche -wenn sie den Namen denn verdienen sollen - anders vor. Wenn also nicht gerade "Ausweinen und Problemgespräch" für eine Gesprächshälfte angesagt sind, ist ein schönes Gespräch eines, in dem ich nicht um Raum kämpfen muss. In dem beide immer wieder innehalten und den Ball abgeben; nachfragen, nachhören, nachspüren. In dem ich "meins" nicht einfach dem anderen vor die Füße schmeiße, sondern mich tastend vorwärts bewege: wie viel passt hier jetzt hin?

Auf einmal wird mir klar, dass es einen Bereich gibt, indem ich mich selber ständig auf diese plattmachende Art verhalte: im geistigen, im Gespräch mit dem Leben oder meiner Höheren Macht. Sie kann echt meist nur zu Wort kommen, wenn ich röchelnd am Boden liege und definitiv nicht mehr kann. Dazwischen höre ich einfach nicht hin. Die idiotischste Methode, nicht hinzuhören, ist dabei sicher das Lesen spiritueller Texte ...


Für heute nehme ich mit vor, hinzuhören, Pausen zu machen und

dem Leben
der Fülle
der HM
der Wirklichkeit
dem Geist
dem Höheren Selbst
Gott
...
...
...
eine
Chance zu lassen.

2.8.07 14:36


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