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Lebenszeichen

Jeden Tag

ein, zwei Schritte in die richtige Richtung,

das heißt

jeden Tag ein bisschen Selbstüberwindung

und jeden Tag ein bisschen fallen lassen;

jeden Tag ein Stück Selbstbehauptung

und jeden Tag ein bisschen Vertrauen;

jeden Tag der Pflicht gehorchen

und jeden Tag mir Freiheit nehmen.

Jeden Tag neu die Gratwanderung wagen

zwischen Alt und Neu

zwischen Ich und Du

zwischen Hoffen und Verzweifeln

zwischen Leben und Tod

 

 

9.8.06 15:34


Was ist ein Wunder?
Es gibt vielerlei Definitionen: Etwas, was gegen die Naturgesetze geht, Fürbitten in Augenblicken tiefster Krise, Dinge, die vom wissenschaftlichen Standpunklt aus unmöglich sind, usw.
Ich habe meine eigene Definition:
Ein Wunder ist das, was unser Herz mit Frieden erfüllt. Manchmal zeigt es sich als Heilung, als ein erfüllter Wunsch, wie auch immer - das Ergebnis ist, dass wir, wenn ein Wunder geschieht, eine tiefe Dankbarkeit für die Gnade empfinden, die Gott uns gewährt hat.
(...)
An diesem Punkt begann meine Reise zurück zu den Träumen, zur spirituellen Suche, zur Literatur, und ich nahm den Guten Kampf wieder auf, jenen, den du mit friedfertigem Herzen führst, weil er das Ergebnis eines Wunders ist.

(Paolo Coelho)

 

18.8.06 14:26


Tetanus oder nicht?

Das Leben prüft mich gerade mal wieder... u nd zwar habe ich ja eine ausgesprochene Skepsis gegen alles, was uns so von medizinern als notwendig verkauft wird. Nun habe ich mich gestern, nachdem ich lange mit den drei hunden einer Bekannten gespielt hatte, an einem gebrauchgsgegenstand eben dieses Hundehaushaltes verletzt, und zwar so richtig tief, mit langem bluten..
Und ich bin nicht mehr tetanusgeimpft. WAS tue ich jetzt?

Hab dann gestern erstma l gegoogelt - und gefunden, dass heftiges bluten ganz prima ist und einer infizierung entgegenwirkt. Auch sollte man die Wunde nicht luftdicht abschließen. Okay, also nur ein lockeres Pflaster drüber.
Heute morgen auf dem markt sprang mir direkt ein buch entegegen: Impfen - pro und contra. Meine Höhere Macht denkt mit ...

Nunja, ich hab wohl ganz gute Karten. Bei Menschen, die einmal immun waren, gab es bisher keine todesfälle mehr.
Die Karten waren auch eindeutig: ich dachte so, wenn ich auf meine stimmme hören soll, dann kann jetzt eigentlich nur der narr kommen - und er kam. In beiden Decks. Das problem ist der glaube... - ich kann zeichen noch und nöcher kriegen - ich glaube sie nicht.
Jetzt geh ich erstmal spazieren und nachdenken. Woran orientiere ich mich - das ist ja eigentlich die frage.
(und immer wieder: was mach ich eigentlich, wenn ich mal was "richtiges" krieg? naja, eigentlich hab ich auch "richtige" Sachen, z.b. mein glaukom... :
)

Ist schon nicht leicht als Krähe außerhalb des Schwarms... - angstgeimpft... und doch mit geistiger unabhängigkeit ausgestattet...

War dann auf dem friedhof und war ganz intensiv in meiner problematik.
Auf einmal hatte ich die Idee, jetzt zu entscheiden, bzw. die Entscheidung zu vollziehen, sinnbildlich, in dem ich zwei Wege bestimme, einen mit Impfung und Arzt, und den anderen.
Es boten sich zwei Wege an, die von meiner Bank abgingen. Spontan wusste ich, der hier ist der mit arzt - und der hier der ohne. Ich ging ein paar schritte auf dem arztweg. Angst überkam mich, und die Luft wurde dünn - und am ende sah ich einen grabstein.
Ich ging auf dem anderen weg - und fühlte mich wundervoll, vital und einfach gut. Mit jedem Schritt ging es mir besser.

Aber der ewige Zweifler in mir ist ja nie ruhig. Ich dachte mir, nun, vllt hab ich das ja nur so empfunden, weil die wege so waren: wenn ich den weg mit dem grabstein am ende als "ohne" gesetzt hätte, hätte ich auch hier die Beklemmungen gehabt - und auf dem anderen weg mich gut gefühlt, wenn er der ärzteweg gewesen wäre - weil der weg einfach schöner ist.
Nun, ich taufte die wege um - und ging wieder.
Irgendwie ließ es sich nicht so richtig überprüfen, war jetzt zu viel kopf (fühle ich das jetzt nur weil...?).

Dann entschied ich, etwas anders zu tun: ich beschloss, ich entscheide - und nahm den dritten Weg. Und dachte, während ich fuhr (jetzt hatte ich mein fahrrrad) : mein Weg; das ist mein Weg; es ist der richtige Weg, ich weiß, was gut für mich ist. Mein Weg ist der, den ich gehe. Und mit jedem Schritt entscheide ich. Und in jedem moment entscheide ich neu. Und werde mich damit auseinandersetzen, was mir auf diesem Weg geschieht. Es gibt keinen Weg ohne Risiko - das ist das Leben. Wichtig ist, dass ich lebe. Wichtig ist, dass ich den Weg gehe, der Herz hat für mich.


Der dritte Weg - wieder mal. Es geht nicht um entweder oder. Es geht immer um den nächsten Schritt. Ich werde ihn so tun, dass er sich gut anfühlt. Und das ist heute ohne Arzt. Ich muss keine Grundsatzenscheidungen treffen.
Es ist falsch , was man uns einbläut, dass mit den sicheren Wegen - es stimmt nicht. Jeder weg hat seine Tücken, seine Gefahren, seine Risiken..

Yep - genau das ist das Verhängnis in meinem leben: dass ich gelernt habe, es gibt richtige wege, und es gibt falsche wege. Und wenn ich den richtigen Weg gehe, passiert mir nichts.
Und genauso gehen die mediziner mit uns um: wenn ich nicht tue, was sie sagen, bin ich fahrlässig und ich werde krank. Und wie oft ist es ganz einfach umgekehrt!!!
Und doch ist es so unendlich angstbesetzt, sich nicht von den Drohungen einschüchtern zu lassen...

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Der Verlust von Vertrauen ist nicht nur eine Angelegenheit meiner ganz persönlichen Biografie, sondern auch eine meiner Völkergemeinschaft, die seit Generationen dauert - und noch Generationen dauern wird.
Ich wurde z.b. geschlagen, wenn ich vertraute, - weil Vertrauen dumm ist.
Das deckt sich mit preußischem Gedankengut...
Meine Lehrer waren 68er, die mir beibrachten, jeder Macht und jeder Autoritätsperson zu misstrauen.
Das hat seine Berechtigung - einerseits, und man kann nicht leben ohne Vertrauen - andererseits.
Ich glaube nicht, dass es ein "zurück" zum Urvertrauen gibt. Es gibt keine Wiederherstellung eines zerstörten Zustandes. Man kann nur Neues wachsen lassen und pflegen.
Und ich glaube auch nicht, dass es ein zurück zum naiven Vertrauen in Autoritäten gibt.
Was ich für mich derzeit als realistisches und gesundes Ziel sehe ist ein umfassendes Vertrauen in das Leben und die Existenz , dass ich, auf welchem Weg auch immer, Kräfte in mir und um mich herum habe, die mir helfen, eine Situation zu bewältigen.

29.8.06 21:32


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